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Manfred Poisel

(*1944), deutscher Werbetexter, »Sprach-Juan« und »Verbanova«

Autorenporträt von Manfred Poisel

Der Mann im Mond
Würde ich den kleinen Kosmos meiner Aphorismen, vereint in dem Büchlein „Küsschen vom Mann im Mond“, in einer Nahaufnahme zusammenfassen, so könnte folgender Text dafür stehen:

Manfred Poisel bringt mit seinen Aphorismen zu den Themen „Der Mensch und die Liebe“ menschliches Sein auf den Punkt. Mit seinen verbalen Küsschen berührt der Autor den Leser auch hautnah: mal sanft, mal mit Biss, verspielt und direkt – immer aber nachdenkenswert tiefgründig. Sprüche und Thesen am Pulsschlag des Lebens und der Liebe.

Kindheit und Jugend
Geboren 1944 in Ostrava (Mährisch Ostrau), heute Tschechien. Mein Vater nach russischer Gefangenschaft und anschließender Vertreibung in Heidelberg gelandet. Somit Kindheit und Jugend in Heidelberg verbracht. Romantisch geprägt. Im Neckar Schwimmen gelernt. Im Stadtteil Handschuhsheim aufgewachsen: als Kind in den Burggraben der dortigen Ritterburg (Tiefburg) geklettert und erste Mutproben bestanden. Kurpfälzer-Dialekt gelernt: meine erste Fremdsprache! Später dann amerikanisch: GIs traf man überall an und man kam schnell mit ihnen ins Gespräch; Englisch hatte ich schon in der Schule. Hurra!!, eines Tages entdeckte ich bei uns eine Schreibmaschine. Das Gerät faszinierte mich. Ich fing an, darauf zu tippen. Schrieb einen Zeitungsartikel mit der Headline „Untergang der Pamir“ ab. Dabei hatte ich Herzklopfen.

Traumberuf „Zeitungsreporter“
Ich schaffte es, einen Job als Redaktionsvolontär bei der Rhein-Neckar-Zeitung in Heidelberg zu ergattern. Da schrieb ich schon fließend Maschine. Das machte mir Spaß. Und es schien meine Zukunft zu werden. Doch ich entdeckte die Werbung, war schon bald Student an der Werbefachlichen Akademie in München und schloss nach zwei Jahren erfolgreich ab. Meine Stärke war das Schreiben – so wurde ich Werbetexter. Meine Texter-Karriere begann in einer damals nicht zu übersehenden Werbeagentur in München: bei Carl Gabler. Auch schrieb ich für „Insel-Film“ in München als Drehbuchautor für Werbespots. (z.B. Weinbrand Picon). Dann Wechsel zu einer international operierenden US-Agentur: Werbung für das Magazin GEO, Stern-Bücher, Magazin P.M. (Peter Moosleitners Magazin), später dann Financial-Business und Interessantes mehr. Abschied von München.

Werbetexter und Autor
Dann, mitten im Leben, als Werbetexter für einen renommierten Finanzdienstleister im Schwäbischen tätig. Familie. Zwei Kinder. Voll im Leben. Lebenskrise. Ehekrise. Verfassen erster Lyrik-Texte. Veröffentlichungen in der Literatur-Zeitschrift „EXEMPLA“. Suche nach meinem tieferen Selbst. Bücher von Arno Gruen gelesen. C.G. Jung verschlungen. Milan Kundera einverleibt. Viele Autoren mehr. Weiter geschrieben. Verlag gefunden. Erste Publikationen: Lyrik-Büchlein mit dem Titel „und stürzen ins Paradies“ und Heiteres unter dem Titel „Kummerer“. Vom Südwest-Rundfunk in Stuttgart zu Interview eingeladen: gesendet wird ein Autoren-Porträt. Nach Lyrik dann Prosa geschrieben:„Mein Vaterhaus. Bilder eine Kindheit“ (Begleitwort von Arno Gruen). Es folgt ein Kriminalroman – Titel: „Mechthild – ohne Leiche kein Mord.“ Danach Aphorismen: vereint in den „Küsschen vom Mann im Mond“ (alle bei Frieling & Partner, Berlin / zum Teil lieferbar im Shop von Aphorismen.de). Letztgenannte Lyrik und Aphorismen: komplett zu lesen bei Aphorismen.de.

„Ich bringe das Komma auf den Punkt!“
Mit dieser Aphorisme huldige ich dem heiteren Paradoxon. Und doch ist es das, was meiner Ansicht nach eine gute Aphorisme ausmacht: Komplexes auf den Punkt bringen. Die spielerischen Möglichkeiten der Sprache voll ausreizen, rational Festgemauertes auch mal ad absurdum führen. Das muss ein guter Werbetexter bei einem Slogan, einer Headline. Das sollte ein Aphorismen-Schreiber ebenfalls beherrschen. Ich habe noch einen weiteren Anspruch an mich selber, an meine Sprüche, Pointen und Geistesblitze: sie sollten griffig sein, bildhaft, metaphorisch, auch mal ein Schmunzeln auf das Gesicht des Lesers zaubern. Aphorismen mit Zeigefingergestik? Bitte nicht! Auch nicht mit biblischem Imperativ aus dem verkniffenem Geist weltlicher Missionare. Aphorismen, die pieksen, schütteln, kitzeln, treffen, weh tun, streicheln, trösten, Hoffnung und Trost spenden – die mag ich! Auch dann, wenn sie mal was (im Kopf) kurz und klein schlagen.

Etwas ganz anderes, besonders Erfreuliches, ist es, wenn man mal eine seiner Aphorismen in der Zeitung unter der Rubrik „Sprüche, Pointen, Spitzen“ entdecken darf. Solches hatte mich dann doch sehr vergnügt. Und beim Surfen im Internet unter „Manfred Poisel“ habe ich mich gewundert, wer so alles aus meinem Aphorismen-Fundus schöpft, um sich, seinem Verein, seiner Firma, seinem Club ein besonderes, weil treffendes, schmückendes Werbe-Lichtlein aufzusetzen. Das hatte ich mit meinen Aphorismen eigentlich nie angestrebt.

Jetzt habe ich immer nur von mir geredet. Deshalb meine Frage an Sie: Wie fühlen Sie sich denn gerade? Für die Leser, die sich gerade nicht ganz so gut fühlen, hier mein Tipp:

„Lächeln Sie doch mal!
Danke!
Soeben wurde im Weltraum eine Sonne geboren.“

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letzte Änderung: 04.10.2012