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Alexander Saheb

(*1968), deutscher Aphoristiker

Autorenporträt von Alexander Saheb

Das „ich“ war immer etwas, was sich meiner Beschreibung ziemlich gut entzog. Schon in Bewerbungsschreiben hatte ich immer ein wenig Mühe damit, mich für irgendeine Sache übermäßig anzupreisen und mein „ich“ so festzulegen. Mittlerweile scheint es mir, dass man sein „ich“ ganz einfach im Lauf der Zeit besser kennenlernt – und das heißt man erlebt nicht nur immer wieder das gleiche, sondern manchmal auch ganz neue Sachen. Wobei mir über die Zeiten hinweg die Vorliebe für Spaghetti Carbonara geblieben ist. Neu ist meine Begeisterung für Teak Won Do.

Seit rund zehn Jahren lebe und arbeite ich in Zürich, wo ich als freier Wirtschaftsjournalist tätig bin. Mit dem Schreiben befasse ich mich also schon lange, seit den Zeiten der Schülerzeitung, aus der dann die Lokalzeitung und später große Nachrichtenagenturen wurden, während ich jetzt vermehrt hintergründige, längere Beiträge für Fachmagazine schreibe. Aphorismen sind bei mir eigentlich immer „Geistesblitze“ gewesen. Ich muss sie rasch einfangen und aufschreiben, sonst sind sie zu schnell wieder weg, überspült vom Alltag. Also notiere ich sie auf verschiedenen Zetteln, wobei auch Kassenzettel, Zeitungsfetzen und alle anderen Papierarten die mir in die Quere kamen, schon so verwendet wurden. Das Einzige was explizit ich nicht mache, ist extra ein Stück Papier mitnehmen.

Allerdings ist seit Geburt unserer Tochter Madeleine vor vier Jahren der „Output“ stark zurückgegangen. Das liegt wohl einfach daran, dass nun doch Zeit und Muße fast schon selten geworden sind, Zeiten, in denen der Geist nichts zu tun hatte und einfach so in der Welt herumtrieb – wo sich dann ab und an doch ein Aphorismus in seinem Netz fand. Aus den bisher gesammelten wurde das Buch „Der Gedankenzoo“, das ich im Selbstverlag herausbrachte. Zukunftspläne? Vermutlich werde ich weiterhin schreibend durch die Welt ziehen, wir denken an eine Amerikareise, und ganz hinten im Kopf frage ich mich, ob ich nicht einmal einen Roman schreiben sollte, denn Worte sind ja meine Welt.

Webseite von Alexander Saheb:

Bücher:

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letzte Änderung: 04.10.2012