aPHOTismen

Kennen Sie schon unsere Schwesterseite www.Aphotismen.info ?
Aphotismen sind aphoristische Bilder. Die visuellen Brüder des Aphorismus.

Zähler

Momentane Besucher: 759

Lexikon: Etymologie

[griechisch-lateinisch] die Richtung der vergleichenden Sprachwissenschaft, die Herkunft, Grundbedeutung und historische Entwicklung der Wörter sowie ihre Verwandtschaft mit Wörtern gleichen Ursprungs untersucht.

Schon in der griechischen Antike stellte man Überlegungen zur Lautsymbolik an. Griechische Philosophen versuchten, die Wörter als Zusammensetzungen aus einfacheren, lautlich verwandten Grundwörtern zu verstehen. Auf diesem Wege glaubte man, auch etwas über das Wesen der bezeichneten Dinge zu erfahren. Die antiken Grammatiker benutzten die These vom willkürlichen Lautzuwachs oder -verlust, Lautwechsel oder von Lautumstellung dazu, die Herkunft der Wörter zu erschließen.

Das bedeutendste etymologische Werk des Mittelalters ist Isidor von Sevillas »Etymologiae«. Die moderne wissenschaftliche Etymologie beginnt mit F.A. Potts »Etymologische Forschungen auf dem Gebiete der Indo-Germanischen Sprachen« (1833 - 1836), die die geschichtlichen Vorgänge der Wortbildung untersuchten. Zunehmend werden dabei kulturgeschichtliche Forschungen einbezogen, so Zeit und Umstände einer Wortbildung sowie Ursachen etwa abweichender Verwendungen und gesetzmäßige Veränderungen der Lautgestalt eines Wortes. Bei Wörtern aus vorgeschichtlicher Zeit muß sich die Etymologie meist mit dem Nachweis begnügen, daß sie in derselben Gestalt in verwandten Sprachen vorhanden sind.
Innere Etymologie ist innerhalb der Wortfamilien einer Sprache möglich (siechen: Sucht), äußere Etymologie vergleicht das Wortgut verwandter Sprachen, z.B. Zimmer zu griechisch demo »ich baue«. (Volksetymologie)