Ellen Zaroban

Foto: Ellen Zaroban

Ich wohne unterdessen in Cottbus, stamme von Döbern, bin von Beruf Bürokauffrau.
Schon als Kind schrieb ich gern Gedichte, nur war ich voll fixiert aufs Reimen. Die "früheren Werke" find ich nicht so gelungen, aber sie gehören eben zu mir, wie meine Kindheit.

Eine unglückliche Liebe verarbeitete ich in einem Gedicht, eher wie ein Liebesbrief - den der Empfänger aber nie erhielt. Doch mir ging es besser, nachdem ich meine Gedanken und Gefühle zu Papier brachte. So ging es mir noch öfter.

Ebenso versende ich gern an Weihnachten und Ostern ganz persönliche Grüße. Selbst im Medienzeitalter bleiben meine Grüße ganz persönlich, denn ich lasse mir jährlich ein neues Gedicht einfallen. Dies begann, als es in der Regionalzeitung zu Weihnachten für alle, die ein Gedicht o. a. Beitrag einreichten, eine Verlosung gab. Die Wünsche durften wir anhand der abgebildeten Dinge sogar selbst aussuchen und notieren. Wessen Beitrag auserwählt wurde, hatte Glück und bekam seinen "Wunschzettel" erfüllt. Der Wunsch zu gewinnen und mein Bestreben nach besonderen Grüßen vereinten sich - und ich hatte sogar mehrfach Glück. Mein Wunschzettel wurde erfüllt. *freu freu*

Manchmal fliegt mir der Text für ein Gedicht einfach so zu, dann kann ich gar nicht so schnell schreiben, wie die Gedanken sprudeln; mitunter grüble ich aber auch. Oft genug hängt es ganz von der Stimmung ab, ob ich romantisch oder eher nüchtern-sachlich schreibe. In meinen Gedichten verarbeite ich Emotionen.

Ein paar kleine Blatt Papier und (mindestens) einen Stift hab ich immer parat, falls es mich "überkommt". Ist das Werk vollendet, übernehme ich es daheim in den PC - zur besseren Aufbewahrung und Lesbarkeit.

Ich lese sehr gern, nehme mir dafür die Zeit. Sprüche, Zitate, Aphorismen mag ich dabei ebenso wie Romane. Mich begeistern Gedichte von Heinz Erhardt; Tiefgründigkeit in Humor verpackt, das find ich klasse.  An Romanen lese ich gern Schicksalsromane: Jane Eyre, Scarlett oder auch Werke von Jane Austen.

Bei Schriftstellerwettbewerben fanden meine Werke keine Beachtung. Jedoch hatte ich das Glück, dass ich wegen eines solchen Wettbewerbs bei einer Dame übernachtete, die zuvor viele Jahre in der Jury eben dieses Wettbewerbes fungierte. Sie bot mir an, meine Werke lesen zu wollen - und gab mir dann den Aufschluss: "Ihre Werke sind zu romantisch und klischeehaft, das ist derzeit nicht gefragt." Ich dankte ihr, wusste ich doch nun, dass ich keine Beiträge mehr einzureichen brauche. Denn meinen Stil wollte ich beibehalten, mir selbst treu bleiben. Um so mehr freute ich mich, dass mir auf Aphorismen.de eine Chance geboten wurde. Und wenn ich hin und wieder auf einer anderen HP oder in Foren meine Gedichte "wiederentdecke", dann freue ich mich. Heißt dies doch für mich, dass es noch mehr solche Romantiker wie mich gibt. :)

Ein Märchen habe ich geschrieben, und meine Cousinen und Cousins durften es sich bei Oma als Einschlafgeschichte anhören. Die Mädels waren begeistert, immerhin ging es um eine Prinzessin. Die Jungs waren eher nur von dem Fakt fasziniert, dass ihre Cousine das geschrieben hat.

Mein größter Fan ist meine Mama, die einige meiner Gedichte auf ihrer HP veröffentlicht hat. Und meine Tochter hatte mich in ihrer Grundschulzeit verblüfft. Ihr Klassenlehrer hatte zur Wahl gestellt, dass sie zu Weihnachten irgendein Gedicht auswendig lernen dürfen. Sie hatte ihm ein paar meiner Weihnachtsgedichte mitgenommen, um zu fragen, ob es davon eins sein darf. Sowohl er als auch Freunde meiner Tochter schienen begeistert. Und so wurde ich - ohne etwas zu ahnen - zur Weihnachtsfeier eingeladen; unter dem Vorwand, er brauche ein paar Eltern, die bei der Organisation und Durchführung helfen. Ich staunte dann mächtig, als ich plötzlich MEINE Gedichte zu hören bekam, die dem Weihnachtsmann aufgesagt wurden! Es war für die Kinder Spaß und Freude zugleich, mich damit zu überraschen.

Für ein Buch fehlen mir Zeit und Muße. 5 Mal habe ich "Scarlett" gelesen, 3 x davon, um "sachlich" zu prüfen, welche sprachlichen Mittel die Autorin verwendet,  um mich derart zu fesseln. Aber ich lasse mich stets wieder von der Heldin mitreißen, durchlebe ihre Angst und Freude, als würde ich die Geschichte nicht kennen, und stelle am Buchende fest, dass ich keine sprachlichen Mittel fand. *haha* Ist eben ein großer Unterschied, zwischen schreiben wollen und es können. Mein Konzept für ein Buch habe ich fertig, seit einigen Jahren. Hatte auch schon mit dem Schreiben begonnen. Doch plötzlich hatte ich Tag und Nacht die Szene im Kopf, wie das Paar - endlich - zusammenfindet. Ich wollte mich zwingen, der Reihe nach zu schreiben. Das schlug fehl. Um endlich DIE SZENE aufschreiben zu können, die ich genau vor mir sah, hetzte ich die Tage und Monate und ... dazwischen nur so hinweg. Das machte mich unzufrieden. Und so ließ ich es etwas ruhen, das Gesamtwerk. Einige Wochen später entschied ich, doch erst DIE SZENE aufzuschreiben. Im Film, wie ich bis dahin erfuhr, werden mitunter auch Szenen völlig durcheinander gedreht, je nachdem wie die Schauspieler Zeit haben, und erst am Ende in Reihenfolge gebracht und zum Film zusammen gefügt. Also schrieb ich - nur verließ mich danach regelrecht die Lust an der Fertigstellung, nachdem sich die 2 Helden "gekriegt haben". Freunde und auch ehemalige Kolleginnen, die den Text zu lesen bekamen, waren begeistert. Das tat gut. Aber das Buch an sich ist noch immer unvollendet. Vielleicht stelle ich es eines Tages fertig und lehne mich dann zufrieden im Schaukelstuhl zurück. ;)

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