Helfen Sie mit ...

... die Qualität unserer Texte und Autorendaten zu verbessern und melden Sie Fehler über den Button "Fehler melden".

Zähler

Momentane Besucher: 1329

peter e. schumacher

(1941 - 2013), Aphorismensammler und Publizist

Autorenporträt von peter e. schumacher

 

"Wie gleicht doch der Aphorismus dem Janus.
Er blickt gleichzeitig in verschiedene Richtungen."
(peter e. schumacher)

 

1941 wird er mitten in die Wirren des Krieges geboren. Der Vater als Soldat in Russland, die Mutter einige Tage nach seiner Geburt gestorben, dauert es, bis er ein festes Zuhause findet.

Die Schule absolviert er in Oldenburg und im Internat Vechta, seine kaufmännische Ausbildung bei Leffers in Oldenburg. Er ist intelligent und sensibel; vielleicht deshalb verläuft seine Jugend eher stürmisch und nicht immer unproblematisch. Halt gibt ihm seine geliebte Oma. Angeregt durch ihren unerschöpflichen Vorrat an Lebensweisheiten ("Wenn du eine hilfreiche Hand suchst, findest du sie am unteren Ende deines Armes"), beginnt er schon als Jugendlicher, Aphorismen und Zitate zu sammeln, erst die von Oma, später aus allen Gebieten der Literatur.

Nach Abschluß der Lehre wird er Außendienstler; er ist sprachbegabt, das führt ihn kreuz und quer durch Europa. Er entdeckt dabei Norwegen, das zu seinem Traumland wird, das er viele Male bereist; mit dem Moped fährt er bis nach Hammerfest hinauf. Auch seine letzte Auslandsreise im Sommer 2013 geht nach Trondheim, in den Nidaros-Dom.

Sein Privatleben ist turbulent; er heiratet früh, bekommt einen Sohn. Später trennt er sich von seiner Familie. Sein Leben lang wird er rastlos auf der Suche sein nach seinem Du und erst spät in einer friedlichen Beziehung Ruhe finden.

Daneben ist er dem Leben zugewandt und an allen und allem interessiert; er liebt die Natur, Land und Leute, reist gerne, treibt Sport, bestreitet als aktiver Laufsportler zahlreiche Wettbewerbe. Zunehmend beschäftigt er sich mit Alter und Neuer Geschichte, verliert dabei aber nie seine Aphorismen aus den Augen, die er immer weiter sammelt. Er erkennt: "Der Geist ist der Klebstoff zwischen den Worten" und beginnt irgendwann, selber zu schreiben, Aphorismen mit Geist und Witz, die oft zitiert werden.
Seine Sammlung ist schließlich ein stattliches Manuskript geworden, das er 1997 zusammen mit seinem Freund Thomas Schefter als www.aphorismen.de ins Netz stellt; die Webseite ist bis heute erfolgreich und viel besucht.

2003 zwingt ihn seine angeschlagene Gesundheit in den Ruhestand. Er bleibt aber nicht untätig, sondern widmet sich viele Stunden seines Tages dem Schreiben von Aphorismen, dem Ausbau und der Pflege der Webseite und führt eine ausgedehnte Korrespondenz.

Er stirbt, unerwartet früh, am 8. Dezember 2013.

"Unsere letzte Wahrheit kennt nur der Tod."
(peter e. schumacher)

"Fehler melden"-Formular

letzte Änderung: 01.04.2016