Margot S. Baumann

(*1964), Schweizer Lyrikerin und Aphoristikerin

Margot S. Baumanns (1964) Laufbahn als Geschichtenerzählerin begann in der zweiten Klasse, als sie ihrer damaligen Lehrerin erklärte, ihre Eltern hätten sie Fahrenden abgekauft.
Heute schreibt sie klassische Lyrik, Psychothriller und Romane über Liebe, Verrat, Geheimnisse und Sehnsuchtsorte. Für ihre Werke erhielt sie nationale und internationale Preise.
Sie mag raue Küsten, schroffe Felswände, Musik, Hunde, das Leben im Allgemeinen, ihre Familie und träumt von einem Cottage am Meer.
Margot S. Baumann ist Mitglied des Berner Schriftstellervereins, lebt und arbeitet im Kanton Bern (Schweiz).

Verraten sie uns Ihren Wohnort und Beruf?
Schweiz, Kauffrau/Autorin

Seit wann schreiben sie und wie sind sie dazu gekommen?
Ich schreibe eigentlich, seit ich es kann. Schon immer hatte ich ein Faible fürs Lesen und für all die vielen Schicksale zwischen zwei Buchdeckeln. Das wollte ich unbedingt auch machen. Aber es vergingen Jahre, bevor ich mich traute, mit meinen Geschichten an die Öffentlichkeit zu gehen.

Wo oder wie kommen die Ideen?
Ideen finde ich überall: in einem Zeitungsartikel, einer Filmszene, einem Lied, einer gemachten Erfahrung etc. Eine Idee ist schnell geboren, das Ausarbeiten jedoch ist weitaus schwieriger und zeitintensiver.

Welches sind ihre größten Erfolge?
„Die Frau in Rot" (Roman) und „Lavendelstürme" (Roman)

Gibt es bestimmte Rituale (beim schreiben...)?
Vermutlich hat jeder Autor seine persönlichen Vorlieben, aber ich kann eigentlich überall schreiben. Eine funktionierende Internetleitung für die Recherche ist jedoch nicht zu verachten. Am liebsten schreibe jedoch zu Hause, wenn's einigermaßen ruhig ist. Musik kann ich zum Beispiel beim Schreiben gar nicht gebrauchen, die lenkt mich zu sehr ab.

Eine kleine Anekdote? 
Als ich meine ersten beiden Romane schrub, fragte mich mal ein Bekannter, wovon die beiden Geschichten denn handeln würden. Auf meine Antwort hin, beim ersten gehe es um eine Frau und beim zweiten um einen Psychopaten, fragte er mich: „Und wo ist da der Unterschied?"

Ihr Lieblingsautor?
Ich mag zum Beispiel die südamerikanische Autoren, wie Isabelle Allende, Gabriel García Márquez, für ihre poetische Sprache; Stephen King für seine Figuren, die er in zwei Sätzen bildlich darstellen kann; T. C. Boyle für seinen Einfallsreichtum und Humor, Alice Munro für ihre Beobachtungsgabe von alltäglichen Dingen. Es gäbe noch so viele!

Haben sie ein ein Vorbild?
Nun, jeder erfolgreiche Autor, jede erfolgreiche Autorin ist grundsätzlich mein Vorbild, denn wenn sie erfolgreich sind, werden sie auch gelesen. Und welcher Autor möchte das nicht?

Wie viele Bücher haben sie bisher veröffentlicht?
Vier Romane und diverse Gedichtbände bzw. Gedichtanthologien.

Schreiben sie ihre Texte direkt am Computer oder Schreibmaschine oder erst per Hand?
Ausschließlich auf dem Computer, da ich meine Handschrift kaum selbst entziffern kann.

Was sind ihre Pläne für die Zukunft?
Noch ganz viele spannende, unterhaltsame Romane schreiben, die das Publikum hoffentlich gerne liest.

Wie lautet Ihre Lieblings-Aphorismus?
Manchmal ist das Unmittelbare das Entfernteste.
Und um einen Schriftsteller zu zitieren:
Es gibt weder moralische noch unmoralische Bücher. Bücher sind gut oder schlecht geschrieben, sonst nichts. (Oscar Wilde)

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