Fred Ammon

(*1930), Aphoristiker

So etwa zwischen Danzig und Königsberg liegt im einstigen deutschen Osten die Industriestadt Elbing. Ca. 100.000 Einwohner hatte sie gegen Kriegsende, einer davon war Fred Ammon, unser Aphoristiker.
Am 2. Novermber 1930 ist er dort geboren; sein Papa war Musiker, seine Mutti eine brave Hausfrau.

Kein Musterschüler in der Volks- und Mittelschule; aber auch kein schlechter. Mit 13 Jahren kam er mit etwa 50 Schulkameraden in die sogenannte Kinderlandverschickung (KLV), mit der Schutz gesucht wurde vor eventuellen Bombenangriffen der damaligen Gegner. Mit dieser Gruppe ging es im Januar 1945 auf die Flucht, die im März im Süden Dänemarks zu Ende ging.

Heimatlosigkeit, Kapitulation, vermisste Angehörige machten aus der Schülergruppe eine Schicksalsgemeinschaft, die in freundschaftlicher Verbundenheit noch heute existiert.

1947 durfte Fred zu Mutter und Geschwistern ausreisen, die in Sachsen-Anhalt eine neue Heimat gefunden hatten. Sein Vater war als Soldat aus Russland nicht zurückgekehrt. Drei Jahre Oberschule, Umsiedlung nach Nordwestdeutschland, in einer Geschäftsbücherfabrik Ausbildung zum Industrie-Kaufmann, das waren seine Stationen.

Das Druckerei-Gewerbe lockte ihn 1961 nach München, wo er Exportleiter einer Glückwunsch-Karten-Fabrik wurde und berufsbedingt seine ersten Sprüche produzierte. Ein Dutzend Jahre später hat er sich in die Selbstständigkeit gewagt, selbst Karten verlegt und in einem Schweizer Kartenverlag freiberuflich mitgewirkt. Auch bei Eidgenossen sind Glückwunschkarten mit Sprüchen beliebt und Fred Ammon machte viele davon. So nebenher hat sich bei ihm eine Zettelwirtschaft zusätzlicher Sprüche ergeben, die irgendwann dringend sortiert werden mussten. 
Daraus entstand das Büchlein "Kleine Dumm- und Weisheiten zum Schmunzeln und Nachdenken", mit dem unseren Mitmenschen ein Spiegel vor's Gesicht gehalten und wo nötig, Besserung bewirkt werden sollte.
"Schön, wenn wir nun alle ganz lieb werden !" steht am Ende der 203. Seite und das ist als ganz herzliche Einladung des Verfassers zu verstehen.-

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