Gedicht zum Thema: Trost

Steh weinend nicht an meinem Sarg,
ich lieg nicht hier in tiefem Schlaf.
Ich bin der Frühling, der erwacht,
die Blumen in ihrer Pracht.

Ich bin die Sonne, die dich erwärmt,
die Erde, die dich ernährt.
Ich bin der Regen, der auf dich fällt,
der Mond, der deine Nacht erhellt.

Ich bin der Wind, der leise weht,
Kristallgeglitzer auf dem Schnee.
Ich bin der Sturm mit seiner Kraft,
dem Feuer gleich, das entfacht.

Nachts bin der sanfte Sternenglanz,
das Licht, das mit dem Schatten tanzt.
Und wachst du auf in stiller Früh,
flattre als Vogel ich in die Höh,
zieh stumme,
weite Kreise…

Nachruf