Gedicht zum Thema: Gleichnis, Metapher

Nichts ist unmöglich

Es sprach die Katze leise vor dem Mauseloch:
"Sollte hier ab und zu jemand sein,
den ich kenne, den ich oft beim Namen nenne,
dann melde oder zeige er sich doch irgendwann.
Wir könnten Freunde sein – denk daran.
Nur den ersten Schritt zu mir,
den musst du selber gehen, sonst werden wir uns niemals sehen."
Die Maus überlegte ängstlich so bei sich:
"Warum soll ich mich fürchten vor der Katze,
ich bin ja schneller wie ihre große Tatze."
So kam sie aus dem Mauseloch heraus
und freundlich begrüßten sich Katz und Maus.
Es wurde eine große Freundschaft daraus,
aus der großen Katze und der kleinen Maus.
Und die Moral von der Geschichte:
Nichts ist unmöglich, alles kann sein –
es liegt nur an dir allein.

© Natunika

(*1973), Musikerin, Malerin und Autorin