Gedicht zum Thema: Weihnachten

Christbaum damals und heute (2009)

Wie schön geschmückt in der Weihnachtszeit,
sanfte Lichter funkelten weit und breit,
Kerzen im Fenster, am Tannenbaum,
selige Zeit, bleibt den Alten als Traum. –

Jahre vergeh‘n, der Traum verschwindet,
die Jugend immer Neues findet:
Der Himmel ärgert sich, bleibt grau,
weil plötzlich Lichterketten blau.

So häßlich scheint das Licht derselben,
es gibt auch sanfte, wie die gelben.
Doch selbst der große Regierungsbaum,
verdrängt mit Blau den Weihnachtstraum.

Die Jungen meinen: „Schöner Brauch,
in andern Ländern gibt’s das auch,
zu lange die goldenen Lichtlein blitzen
auf unseren grünen Tannenspitzen.“

So wird der Tanne Blau reingehängt,
egal was mancher darüber denkt,
Das geht schnell, ist auch gar nicht schwer,
Hauptsache, es leuchtet kreuz und quer.

„Schein wieder, gelbes Kerzenlicht,
wie einst in früheren Tagen.
er ging ins Herz, dein sanfter Schein“,
hört man die Alten sagen.

Der Trost für sie lag einst im Stroh,
traurige Seelen macht er froh,
und wechselt hier auch Brauch und Zeit,
Weihenacht bleibt in Ewigkeit.

© Rüdiger Jaquet

(Pseudonym Err-Te)