Gedicht zum Thema: Baum, Wald

Der Baum des Lebens

Deine Wurzeln, so tief,
verankert in der Erde,
Deine Blätter, so hoch,
Sonne und Sterne.

Erde und Himmel zugleich,
Dein Atem gibt uns Leben.
Früchte machen uns reich,
die wir von Dir nehmen.

Du bist das Zentrum der Welt,
seit Anbeginn der Schöpfung.
Urzustand, der zusammenhält,
Schicksal und Hoffnung.

Symbol für ewiges Leben,
Mittelpunkt im Paradies.
Du stehst im Garten Eden,
von dem der Mensch Dich verließ.

Er rodet die Wälder
und wird Dich zerstören.
Verseucht Felder,
will auf Vernunft nicht hören.

Der Mensch sägt an dem Ast,
auf dem er selber sitzt,
mit viel Müh’ und ohne Rast,
bis er keucht und schwitzt.

Will er die Natur bezwingen,
dann wird er mit dem Tode ringen.
Er wird sich selbst die Luft abwürgen
und mit seinem Leben bürgen.

Flüsse werden steigen,
Felsen werden brechen,
Wind wird sich neigen,
Natur wird sich rächen.

Die Erde braucht den Menschen nicht,
er bringt sie aus dem Gleichgewicht.
Der Baum des Lebens darf nicht sterben,
sonst rennt der Mensch in sein Verderben.

Wenn wir die Natur verletzen,
dann verletzen wir uns selber.
Blut wird die Erde benetzen,
toter Boden und zerstörte Wälder.

Doch die Armee der Engel,
die lässt das nicht zu.
Sie wird den Baum beschützen,
Ignoranz darf der Dummheit nicht nützen.

Zurück zum Ursprung,
zurück zur Natur.
Das ist Hoffnung,
ist Leben pur.

© Markus Scherrmann

(*1967), Pseudonym Mark Cherrry, Verfasser philosophischer Texte und Gedichte