Gedicht zum Thema: Deutschland

Ein Gedicht!

Zentral – nicht zentralistisch,
neutral – nicht immer realistisch.
Bunter noch als seine Flagge
und heller meist als unter Tage.

Sanft geschwungen seine Hüften,
tief gezogen an den Küsten,
doch steil hinauf in Richtung Sonne
von allem etwas – seine Wonne!

Sein Kleid glänzt grün und unverbrannt,
einst war es braun, dies Vaterland
im Geiste und nach Bombenhagel,
scheint nun genesen von der Plage,
hat sich gewandelt – keine Frage.

Noch etwas schüchtern vor dem Spiegel,
doch langsam wachsen wieder Flügel,
legt seine Scheu ab vor sich selbst,
singt wieder Deutsch, nicht nur im Herbst.

Und überhaupt – sein Jahreskreis,
im Frühling bunt, im Winter weiß,
verzaubert Gäste still und leis,
die – beeindruckt von des Wassers Kraft
und aller Art von Gerstensaft –
es sich gemütlich machen hierzuland,
vom Zugspitz bis zur Waterkant.

Lässt Gaumen stets von Broten träumen,
die resche Krusten duftend säumen.
Und auch den Augen unvergessen
sind Braten, brutzelnd – aufgegessen!

Über Burgen, altes Land
schweift nun Dein Blick zufrieden,
lehnst Dich zurück und hast erkannt:
Besser wirst Du's nirgends kriegen...

© Alexander Janicek

(*1963), Texter, Reimer und Sänger