Gedicht zum Thema: Erkenntnis

Fipps der Affe für Kinder

Also jetzt kommt die Geschichte
Von dem Bitterbösewichte,
Schlau, possierlich und behend,
Der sich Fipps der Affe nennt.
Er besitzt nicht nur wie wir
Zween Hände, sondern vier,
Vorne zwei und hinten zwei
Und 'nen langen Schweif dabei.
Hiermit, denkt sich jeder nun,
Wird er recht viel Gutes tun;
Aber nein, im Gegenteile,
Tugend macht ihm Langeweile,
Während er in solchen Dingen,
Welche andern Schaden bringen,
Jederzeit mit größter List
Rührig und betriebsam ist –
Kurz, die Taten der Verbrecher
Sind so seine Lieblingsfächer.
Freilich, einmal will es scheinen,
Und wir hoffen schon und meinen,
Daß uns dieser Fipps gefalle,
Aber gleich ist's wieder alle.
Wie er war, so ist und bleibt er.
Weise schütteln ihre Häupter,
Und so wissen wir bestimmt,
Was er für ein Ende nimmt.
Jeder kriegt, was jeder tut.
Schlechtigkeit bekommt nicht gut.

Wilhelm Busch

(1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Verstreute Gedichte, 1859-1871