Gedicht zum Thema: Winter

Sterne im Dezember

Grau ist der Tag im Dezember,
die Nebel zieh’n über das Land,
und Nässe, sie tropft von den Bäumen
herab wie ein glitzerndes Band.

Dunkelheit breitet die Hände
aus über Dörfer und Stadt.
Wohl dem, der für sich eine Bleibe,
ein sicheres Obdach jetzt hat.

Menschen, sie hasten und eilen
geschäftig durchs nächtliche Dunkel.
Doch auf den Straßen und Plätzen,
da leuchtet ein helles Gefunkel.

Sterne der Weihnacht, sie strahlen
an Fenstern und über den Türen,
Sie wollen die Herzen der Menschen
durchs Dunkel zur Weihnacht hin führen.

So wie im heiligen Lande
die Hirten auch folgten dem Stern
und fanden im Krippenstroh liegend
das Kind Jesus Christus, den Herrn.

Wunder und auch ein Geheimnis
ist jedes Kind, das uns geboren.
Es birgt ja die Hoffnung der Menschen,
dass keiner von uns ist verloren.

Sterne und Kinder, sie bringen
für alle Menschen das Licht,
auf dass es an dunkelsten Tagen
uns nicht an der Freude gebricht.

© Christa Kluge

(*1941), Lehrerin in Ruhestand