Gedicht zum Thema: Gedicht, Dichter

Dazwischen

Der Frühling wurde oft bedichtet,
desgleichen Sommer, Herbst und Winter.
Doch wer lieh Lingsom, Merherb, Stwin
und Terfrüh schon die Stimme, Kinder?

Die zwischen allen Stühlen sitzen
und nirgends ganz dazugehören.
Die, weder eines noch das andre,
uns zwischenzeitlich gern verstören.

Die morgens auf das Glatteis führen,
um uns den Mittag warmzuhalten,
den Abend ohne feste Regeln
und wetterwendisch frei gestalten.

Den Nirgends-ganz-Dazugehörern,
den Selbstentgrenzten, wohlbedacht,
den Unfassbaren, Regellosen
sei hier mit diesem Werk gedacht.

© Hans Munch

(*1958), deutscher Lyriker