Gedicht zum Thema: Angst, Furcht, Panik

Wir ducken uns tief …

Endloser Regen rinnt und rinnt.

Nebel spannen im Schreiten
zitternde Saiten von Wind zu Wind.

Alle Weiten rauschen heran.

Und die Bäume stapfen ums Haus wie Riesen
und werfen Gewitter herein.

Wir ducken uns tief! Wir krümmen uns klein!

Und unser verschwistertes Hand in Hand
wird grau, wie ein einsamer Strand,
überschwemmt und verwiesen.

Paul Zech

(1881 - 1946), deutscher Schriftsteller und Übersetzer

Quelle: Zech, Die eiserne Brücke. Neue Gedichte von Paul Zech, Leipzig 1914