Gedicht zum Thema: Sommer

Sommers Tod

Die Tage werden kälter,
Gemäht sind Korn und Gras,
Schon färben sich die Wälder,
Der Himmel graut wie Glas.
Vom Wiesengrunde steigen
Die Nebelgeister auf,
Und der verirrte Wandrer
Beschleunigt seinen Lauf.
Ein Käuzchen ruft im Dämmer
Die Ahnen zum Geleit,
Und wieder zieht ein Sommer
Still in die Ewigkeit.

© Hans Munch

(*1958), deutscher Lyriker