Gedicht zum Thema: Neujahr

Warum nur?

Ein Mensch denkt recht zur Jahreswende
Gott sei gedankt, daß es zu Ende,
Das Jahr, das uns nicht friedvoll war
Das fast so war, wie jedes Jahr.

Es gab den Hunger, Not und Leid,
In unsrer Nähe und weltweit.
Der Mensch erkennt, daß auch der Krieg
Zur Flucht und zur Verzweiflung trieb.
So macht er sich erneut Gedanken,
Sein Welt- und Menschenbild im Wanken?
Warum, so fragt der Mensch sich selbst,
Kommt nicht zur Ruhe diese Welt?

Doch dann ist da ein Hoffnungsschimmer,
Das nächste Jahr wird nicht mehr schlimmer,
Weil’s nur noch besser werden kann.

So denkt der Mensch und freut sich dann
Deshalb doch auf die Weihnachtstage,
Zu dem auch dieser „Mensch“ beitrage.
Nicht überschwänglich froh und heiter,
Nur mehr besinnlich und so weiter,
Mag diese Weihnacht dann fürwahr,
Viel Hoffnung sein, fürs Neue Jahr.

© Wolfgang (WoKo) Kownatka

(*1938), deutscher Luftwaffen-Offizier, NATO-Pressestabsoffizier, Bankkaufmann, freier Journalist und Aphoristiker