Gedicht zum Thema: Traum, Träumen

Träume

Träume kommen und gehen,
mal sind sie fern, mal nah,
nicht immer deutlich zu sehen,
doch oft bewußt und klar.

Ich möchte so vieles noch machen,
viel Schönes erleben und sehen,
will nicht mehr weinen – nur lachen,
und auf der Sonnenseite stehen.

Doch dunkle Wolken hüllen
oft meine Träume ein.
Was wird sich noch erfüllen,
was wird noch möglich sein?

Träume kommen und gehen,
doch meistens sind sie ganz klar,
ich kann sie deutlich sehen,
und hoffe, sie werden wahr.

© Edith Tries

(*1952), deutsche Autorin

Quelle: Tries, Ich wünsche mir mein Leben! Texte für Krebsbetroffene, Angehörige, Freunde, Pflegepersonal und Ärzte, 2003