Gedicht zum Thema: Engel

(D)ein Engel

Die Flügelschläge werden sanfter,
die Gedanken sind in eitler Gewißheit fern gebannt,
Erste Sonnenstrahlen streifen sanft den Morgen,
fliegt er stolz erhaben über das weite Königsland.

Wie federleichtes Wolkenweiß,
zart umwirbelt an den dunkelbraunen Engelsaugen,
fliehen Probleme einsam stark ins Nirgendwo,
denn alles, was wir müssen, ist: Dem Engel blind vertrauen.

Unbeirrbar, immer höher, immer weiter,
trägt es den Engel still und strahlend durch die Luft.
Sein Blick wird sanfter und immer weicher,
märchenträumend wunderbar begleitet ihn der Frühlingsduft.

Die Sonne strahlt großmütig in den blauen Tagen,
der Himmel leer, die Sterne sind erblasst,
Doch sie sind nicht ganz verschwunden, sondern schlafen,
träumen vom Engel, bis eine neue, dunkle Nacht erwacht.

Der Engel lächelt in deinen Augen,
klirrend leicht gleitet er über den Horizont.
Entgegen ein Wind aus dem grauen Norden,
eisig, klar und kalt wie eine kriegerische Schneemannfront.

Unbeirrbar fliegt er weiter in das Licht,
du steht hier, liebevoll, deine Lippen trocken,
Mann kann viel sagen, kann es glauben oder nicht
Doch beim Anblick deiner Augen leuchten still seine Engelslocken.

Die Wahrheit ist kaum zu glauben,
wurde für keinen außer dich gesandt,
Tapfer, dein Bild gehalten in den Armen,
fliegt der Engel weiter, still über das farbenfrohe Menschenland.

© Christopher Tafeit