Gedicht zum Thema: Nachruf

Nie litt' ich im Leben so viel Verdruß

Nie litt ich im Leben so viel Verdruß,
nun bin ich am Ende und mache jetzt Schluß.
Das letzte was mir noch geblieben war,
mit ihr hing mein Leben am seidenen Haar.
Ich glaubte den Worten die sie mir sprach,
worauf ich mein Leben aufs letzte zerbräche
Hart hab ich aus all meinen Fehlern gelernt,
ach hätt' ich doch nie für'ne Andre geschwärmt.
Nun ist es zu spät das Rad es steht still,
weil mich nun am Ende keiner mehr will.
Ich versteh nicht den Grund warum sie nicht kam,
mit ihr hält ich nicht mehr die Fehler getan.
Sie war noch ein Kind und wunderbar zart,
sie spielte mit mir nun trifft es mich hart.
Ich hab große Angst nun für immer zu ruh'n,
es bleibt mir kein Ausweg als dies jetzt zutun.
Ich bin viel zu schwach für den Lebenskampf,
hab nun kein Ziel mehr, alles ist Krampf.
Nun bet' ich zu Gott daß es mir auch gelingt,
weil mir diese Welt so unheimlich stinkt.
Mein sehnlichster Wunsch ist daß Er mir vergibt,
und mich dann dort oben ein wenig doch liebt.
Man wird von mir sagen: Der war ja verrückt,
der wollt alles ändern weil ihm nichts geglückt.
Der war doch zu faul um malochen zu gehn,
geschieht ihm ganz recht solln's alle nur sehn.

Als ich dacht', es wär' zu Ende (mein Nachruf).

© Peter Lewicki