Gedicht zum Thema: Liebe

Mein Liebchen

Ich starr' in die Nacht, mit eisig'm Hohn
hab grad nachgedacht, über Schicksal und Lohn
Mein Liebchen ist fern, im Graben ist's kalt
hell leuchtet ein Stern, und Donner erhallt.
Er klingt nicht mehr weit, betäubend im Schmerz
aus Rohren befreit, frißt er sich ins Herz
Es ist wieder Krieg, ich kann nichts dafür
man zwingt mich zum Sieg, drum kämpfe ich hier
Kameraden sind tot, der Feind kriecht heran
ich riech Blut und Kot und lege neu an
Ich bin ein "Soldat", nehm ihn ins Visier
den anderen Staat, das andere Tier
Er trägt mein Gesicht, war auch mal ein Kind
das sehe ich nicht, ich schieße geschwind
Na komm schon du Wicht, friß mein heißes Blei
ich fürchte Dich nicht, doch ich schieße vorbei
Oh Gott steh mir bei, im Graben ist's heiß
der Tod eilt herbei

mein Liebchen nichts weiß......

© Kurt Hermann Wilhelm Hübner

(*1956), »Druidencurt«, deutscher Dichter und Denker, mehrfacher deutscher Meister im Powerlifting, Fitness und Krafttrainer