Gedicht zum Thema: Lust, Wollust

tiefes Verlangen

tiefes Verlangen
nach Bewegung der Sterne,
nahe am Mond,
so weiß und kühl,

zu tanzen
mit diesen Träumern,
im Kreis,
eingefleischt in Unendlichkeit,
losgelassen
aus der Schwere,

die Erde ist zu sehen
aus schlafender Wirklichkeit,
unruhig,
gierig,
geschehen in Kinderhänden,

tiefes Verlangen
als Verwirklichung,
als Spiegel,
von Bildern
entfesselt.

© Michael Beisteiner

(*1977), österreichischer Lyriker, Aphoristiker, Schriftsteller, Texter und Gitarrist

Quelle: Beisteiner, Verteilt im Traum. Gedichte, Edition Garamond, Wien 2001