Gedicht zum Thema: Verzweiflung

Und trotzdem lebe ich!?!

Meine Gefühle sind ohne Gefühl
Die Zeit bleibt stehen im Nichts
Ein Schmerz, von dem man nicht weiß, ob er einmal endet.
Ich falle. und jede Sekunde, die vergeht, falle ich immer schneller ins Ungewisse. Keine Zukunft, keine Wahl habe ich, das Fallen zu beenden.
Es gibt nur noch die Dunkelheit. Mein Lebenswille ist gebrochen. Ich muß ständig daran denken, was ich verlor. Die Zeit mit Dir, das Glück, die Küsse, die unendliche Liebe und mehr. War das mein Leben? Ich will kein anderes Leben leben und trotzdem lebe ich! Die Qual, so leben zu müssen, kann ich nicht aushalten. Und trotzdem lebe ich! Ist das Sterben der Ausweg? Ist das der Weg, der mir die Zukunft bringt? Und trotzdem lebe ich! Warum muß ich leben? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Was ist das für ein Leben?
Ein leben mit Dir?
Und trotzdem lebe ich?!?

© Jürgen Winkler

(*1960), deutscher Lyriker und Aphoristiker