Gedicht zum Thema: Sehnsucht

Du

Ich flieh das Licht, ich such die Schatten,
die Zeit die wir gemeinsam hatten,
als Paar, ist nun Vergangenheit,
mein Weg allein, so trostlos weit.

Wo ist die Hand, die wunderbare,
die meine hielt, so viele Jahre.
Sie gab mir Halt in meinem Leben,
ich würde alles dafür geben,
dürft ich sie neu in meine legen.

In mancher Nacht, so scheint es mir,
hör ich dein Atmen, glaub dich hier.
Such deine Wärme, deine Nähe,
doch einerlei, wohin ich sehe,
find ich nur nacktes Dasein vor.

Vorbei die Zeit, die uns gehörte,
kein Schatten uns‘re Eintracht störte.
Ich habe viel zu spät erkannt,
daß du nie forderst, nie verlangst,
nur manchmal leise wünschen kannst.

Ich möcht' dir noch so vieles sagen,
ich möcht' dich tausend Dinge fragen,
würd dich so gern auf Händen tragen,
dir zeigen, daß ich jetzt erkannt,
was uns so lange Zeit verband.
Die größte Kraft in diesem Leben,
wird durch die Liebe uns gegeben.

So bleibt ein Trost nur noch für mich,
in unsern Kindern seh ich dich.

© Wolfgang Beirer