Gedicht zum Thema: Beziehung

Engel

Liegend hier, Gedanken schweifen
Engelschöre, wie im Traum
Lasse meine Wünsche streifen
Brauche den Himmel neben mir nur anzuschaun.

Die Sonnenstrahlen wandern leise
Im wunderbaren Abendschein
Behutsam gehen mit ihm Träume auf die Reise
und fragen den Engel – bist du mein?

Unendlich sanft die Augen geschlossen
Ein Gefühl ein jeder kennt
Unscheinbar, einzelne Träne geflossen
Wie dein Lachen so tief in meinem Herzen brennt.

Stille – zerrissen wie eine Karte
Behütet in sternenloser Nacht
Liege ich nur hier und warte
Bis mein eigener Engel über mich wacht

Doch seh' nicht wie der zweite einsam zweifelnd
Seit Tagen traurig darüber lacht.
Wohl wissend seiner blauen Augen
Es sind doch so viele Wunder bereits erbracht.

Des Engels Tränen glitzern gütig
Wie ein bunt bemalter Sommerheld
Für uns ist es nur starrer Regen
Der monoton zu Boden fällt.

Mit Sonnenstrahlen küssend meine Augen
Als sei ein neuer Tag erwacht
Mein Engel wandert einsam lächelnd weiter
bis hin zu einer anderen, neuen Nacht.

Die Sinne erwachen
In deinem zarten Lächeln voller Märchenschein
fühl mich bei dir endlos geborgen
bist wie ein Engel, bist du mein?

Der Engel sitzt mir gegenüber
blind gefangen durch blaue Augen
Ich wehr' mich dagegen doch kann nicht anders
als einfach dazusitzen, ihn einfach anzuschauen.

Ein Gefühl brennt flammig tief in mir
Meine Gedanken ziehen endlos Kreise
Unbemerkt, und ungeplant
Geht mein Herz mit ihm mit auf die Reise

Allein mit meinen Gedanken,
im funkelnden Traum sitz ich hier
doch alles was ich denke, was ich frage
... warum bist du jetzt nicht hier, hier bei mir.

© Christopher Tafeit