Gedicht zum Thema: Angst, Furcht, Panik

Schmerz und Angst

Wieder die gleichen Fehler.
Mit offenen Augen ins Messer gelaufen,
es provoziert, gewußt und doch nicht wahr haben wollen.
So lange die Augen verschlossen, sich der Illusion hingegeben,
bis es nicht mehr auszuhalten war.

Gefordert, immer nur gefordert,
ohne nachzudenken, egoistisch,
nur Mittelpunkt sein wollen.
Keine Luft zum Atmen gelassen.
Bis zum Kotzen aufopfernd gewesen
und dich damit nur noch mehr in die Enge getrieben.

Und dann die Frage,
diese kleine, einfache Frage:
Liebst du mich?

Die Antwort – Ich weiß es nicht.
Ein glühendes Messer, mitten ins Herz,
kein Boden mehr unter den Füßen,
keine Luft zum Atmen,
brutales Erwachen nach einem Traum.

Nur noch vergessen wollen, schreien, weinen, sterben,
nicht mehr existieren, nicht mehr diesen Schmerz fühlen.

Doch da ist noch mehr Angst.
Angst, alles verloren zu haben.
Angst, dich nie mehr zu spüren, zu fühlen, zu hören, zu riechen.
Angst, mich selbst zu verlieren.
Angst, es nicht zu überstehen,
die Kraft und den Willen nicht zu haben.

Es ist wie ein Sog, alles dreht sich.
Meine Beine, mein Magen, mein Kopf gehorchen mir nicht mehr.
Möchte mich nur noch verkriechen und vergessen.
Habe Angst vor mir,
Angst mich nicht gegen die Gedanken wehren zu können,
die kommen, wenn ich im Auto sitze.

Hilf mir, liebe mich!

© Heike Muhlack