Gedicht zum Thema: Reisen

O wonnigliche Reiselust,
an dich gedenk ich früh und spat!
Der Sommer naht, der Sommer naht,
Mai, Juni, Juli und August,
da quillt empor,
da schwillt empor
das Herz in jeder Brust.

Ein Tor, wer immer stille steht,
drum Lebewohl und reisen wir!
Ich lobe mir, ich lobe mir
die Liebe, die auf Reisen geht!
Drum säume nicht und träume nicht,
wer meinen Wink versteht.

August von Platen-Hallermünde

(1796 - 1835), geboren als Graf Karl August Georg Maximilian von Platen-Hallermund, deutscher Dramatiker, Theaterschriftsteller und Lyriker

Quelle: Platen, Die verhängnisvolle Gabel. Ein Lustspiel in fünf Akten, 1826. Vierter Akt. Sirmio