8 Zitate von Matthias Buth.

Vor dem Abflug sind alle Hoffnungen gleich. Das Landewetter verschweigt der Pilot.

© Matthias Buth (*1951), Jurist, Dichter und Schriftsteller; Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im PEN-Zentrum Deutschland

Tränen sind Worte, zu Messern geschliffen.

© Matthias Buth (*1951), Jurist, Dichter und Schriftsteller; Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im PEN-Zentrum Deutschland

Wir suchen immer nach einem Satz, der mehr weiß als wir, sagt mein Sohn und baut mir eine Brücke.

© Matthias Buth (*1951), Jurist, Dichter und Schriftsteller; Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im PEN-Zentrum Deutschland

Der letzte Sommerabend schwitzt draußen am Bierglas, Rettungsboje für Verluste.

© Matthias Buth (*1951), Jurist, Dichter und Schriftsteller; Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im PEN-Zentrum Deutschland

Wir schreiben uns zurück auf schwarzweißer Tastatur.

© Matthias Buth (*1951), Jurist, Dichter und Schriftsteller; Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im PEN-Zentrum Deutschland

Die Scheibenwischer geben nicht auf. Paarweise gegen den Regen, den sie nicht sehen.

© Matthias Buth (*1951), Jurist, Dichter und Schriftsteller; Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im PEN-Zentrum Deutschland

Der Tod ist eine Apfelblüte. Sie will zurück. Unter die Rinde. Und dort ausreifen.

© Matthias Buth (*1951), Jurist, Dichter und Schriftsteller; Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im PEN-Zentrum Deutschland

Die Kirschblüten atmen den Morgen aus. Die Vögel singen die Entfernungen zurück.

© Matthias Buth (*1951), Jurist, Dichter und Schriftsteller; Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im PEN-Zentrum Deutschland