13 Zitate und 1 Gedicht von Ibn Hazm.

Die Liebe ist eine unheilbare Krankheit. Aber wer von ihr befallen ist, verlangt nicht nach Genesung, und wer daran leidet, will nicht gesunden.

Ibn Hazm (993 - 1064), eigentlich Abū Muhammad ʿAlī ibn Ahmad Ibn Hazm az-Zāhirī al-Andalusī, Religionshistoriker vermutlich westgotischer Herkunft, Wesir des Kalifen von Cordoba

Die sinnlicher Empfindungen fähigen Organe sind Mittel und Wege, die zu den Seelen führen.

Ibn Hazm (993 - 1064), eigentlich Abū Muhammad ʿAlī ibn Ahmad Ibn Hazm az-Zāhirī al-Andalusī, Religionshistoriker vermutlich westgotischer Herkunft, Wesir des Kalifen von Cordoba

Das Gefallen am Schönen und die Macht der Liebe sind etwas Natürliches, weder befohlen noch verboten, denn die Herzen stehen in Gottes Hand, und er wendet sie.

Ibn Hazm (993 - 1064), eigentlich Abū Muhammad ʿAlī ibn Ahmad Ibn Hazm az-Zāhirī al-Andalusī, Religionshistoriker vermutlich westgotischer Herkunft, Wesir des Kalifen von Cordoba

Quelle: Ibn Hazm, Das Halsband der Taube oder Von der Liebe und den Liebenden. Über das Hüten des Liebesgeheimnisses

Wahrlich, die Liebe löst starke Geflechte, trennt auf, was fest verknüpft, bringt Hartes zum Schmelzen und macht Festes wanken, sie läßt sich im Herzen nieder und erlaubt, was verboten ist.

Ibn Hazm (993 - 1064), eigentlich Abū Muhammad ʿAlī ibn Ahmad Ibn Hazm az-Zāhirī al-Andalusī, Religionshistoriker vermutlich westgotischer Herkunft, Wesir des Kalifen von Cordoba

Verbrennt nur die Papiere! Die Gedanken
Sind feuerfest.
Was ich erkannt, kommt dadurch nicht ins Wanken,
Daß ihr den Geist mit falschen Maßen meßt.

Ibn Hazm (993 - 1064), eigentlich Abū Muhammad ʿAlī ibn Ahmad Ibn Hazm az-Zāhirī al-Andalusī, Religionshistoriker vermutlich westgotischer Herkunft, Wesir des Kalifen von Cordoba

Als man seine Bücher verbrannte

Wir sollten unsere Lebensfrist angesichts ihrer Kürze eigentlich nur für solche Dinge verwenden, von denen wir für morgen ein glückliches Jenseits und eine Stätte seliger Heimkehr erhoffen dürfen.

Ibn Hazm (993 - 1064), eigentlich Abū Muhammad ʿAlī ibn Ahmad Ibn Hazm az-Zāhirī al-Andalusī, Religionshistoriker vermutlich westgotischer Herkunft, Wesir des Kalifen von Cordoba

Quelle: Ibn Hazm, Das Halsband der Taube oder Von der Liebe und den Liebenden

Was in sich selber wir gegründet finden,
erweist als Wesen sich, das nimmer wankt.
Doch sehn wir seines Daseins Grund in andern,
so stirbt's mit dem, dem es sein Leben dankt.

Ibn Hazm (993 - 1064), eigentlich Abū Muhammad ʿAlī ibn Ahmad Ibn Hazm az-Zāhirī al-Andalusī, Religionshistoriker vermutlich westgotischer Herkunft, Wesir des Kalifen von Cordoba

Quelle: Ibn Hazm, Das Halsband der Taube oder Von der Liebe und den Liebenden. Über das Wesen der Liebe

Die Gegensätze sind im Grunde Ähnlichkeiten. Wenn die Dinge den höchsten Grad ihrer Gegensätzlichkeit überschreiten und ihre Verschiedenheit bis zum Äußersten geht, dann sind sie, unbegreifliches Werk der göttlichen Vorsehung, einander ähnlich.

Ibn Hazm (993 - 1064), eigentlich Abū Muhammad ʿAlī ibn Ahmad Ibn Hazm az-Zāhirī al-Andalusī, Religionshistoriker vermutlich westgotischer Herkunft, Wesir des Kalifen von Cordoba

Quelle: Ibn Hazm, Das Halsband der Taube oder Von der Liebe und den Liebenden. Über die Kennzeichen der Liebe