94 Zitate von Hermann Bahr.

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Schlamperei und Bureaukratie sind ja wahlverwandt.

Hermann Bahr (1863 - 1934), öster. Roman- und Bühnenautor und Kritiker

Quelle: Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Auch mir gilt es für ausgemacht, daß Politik etwas ist, worauf sich kein anständiger Mensch einlassen kann, ohne innerlich beschädigt zu werden.

Hermann Bahr (1863 - 1934), öster. Roman- und Bühnenautor und Kritiker

Quelle: Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Allem Lebendigen ist auch wieder eine Sehnsucht über sich hinaus, ein verwegener Drang, seiner Grenzen zu spotten, eine Lust nach dem Verbotenen beigemischt.

Hermann Bahr (1863 - 1934), öster. Roman- und Bühnenautor und Kritiker

Quelle: Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Was sich so gemeinhin Freund zu nennen pflegt, das will doch immer etwas mit uns, wenn es nicht gar von uns etwas will; es zerrt nur an uns herum.

Hermann Bahr (1863 - 1934), öster. Roman- und Bühnenautor und Kritiker

Quelle: Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Doch einen Menschen hinzunehmen, und freudig, nicht mit einem duldsamen Achselzucken bloß, sondern mit der verstehenden Kraft immer bereiter, niemals eifernder Liebe, das ist fast übermenschlich.

Hermann Bahr (1863 - 1934), öster. Roman- und Bühnenautor und Kritiker

Quelle: Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Alle dreißig oder fünfzig Jahre werden ja stets wieder einmal die geschlechtlichen Ideale gewechselt.

Hermann Bahr (1863 - 1934), öster. Roman- und Bühnenautor und Kritiker

Quelle: Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Eine neue Generation kündigt sich immer dadurch an, daß sie glaubt, auf irgendeinem Gebiet eine neue Wahrheit entdeckt zu haben.

Hermann Bahr (1863 - 1934), öster. Roman- und Bühnenautor und Kritiker

Quelle: Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922