51 Zitate und 4 Gedichte von Petrus Ceelen.

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Anna kann immer noch nicht fassen, daß ihre drogenabhängige Tochter Suzy für immer gegangen ist. "Aber nun brauche ich keine Angst mehr zu haben", tröstet Suzys Mutter sich selbst. Und sie hat noch einen Trost: Suzys Kind Sascha. "Wenn ich den Kleinen im Arm halte, habe ich ein Stück von Suzy im Arm."

© Petrus Ceelen (*1943), belgischer Geistlicher, Psychotherapeut, Autor und Aphoristiker, arbeitete als Gefangenenseelsorger und ist seit 1992 Aids-Pfarrer in Stuttgart

Quelle: Ceelen, Worüber man nicht spricht. Menschen am Ende, Schwabenverlag AG, Ostfildern 1997

Marion findet es schön, ihre krebskranke Mutter auf der letzten Strecke zu begleiten. Sie sagt: "Meine Mutter hat mich auf die Welt gebracht und ist mit mir meine ersten Schritte gegangen. Jetzt helfe ich ihr, von dieser Welt zu gehen und den letzten Schritt zu tun."

© Petrus Ceelen (*1943), belgischer Geistlicher, Psychotherapeut, Autor und Aphoristiker, arbeitete als Gefangenenseelsorger und ist seit 1992 Aids-Pfarrer in Stuttgart

Quelle: Ceelen, Worüber man nicht spricht. Menschen am Ende, Schwabenverlag AG, Ostfildern 1997

Der schwerkranke Jochen sagte seiner Mutter: "Mami, heute Nacht war mein Engel wieder bei mir." Jochen starb am 2. Oktober, dem Fest der Engel. Das ist für seine Eltern ein großer Trost, denn an diesem Tage heißt es: "Gott befiehlt seinen Engeln, dich zu beschützen, wohin du auch gehst." (Psalm 91)

© Petrus Ceelen (*1943), belgischer Geistlicher, Psychotherapeut, Autor und Aphoristiker, arbeitete als Gefangenenseelsorger und ist seit 1992 Aids-Pfarrer in Stuttgart

Quelle: Ceelen, Worüber man nicht spricht. Menschen am Ende, Schwabenverlag AG, Ostfildern 1997