27 Zitate von Friedrich Paulsen.

Alle Ordnung ist für den einzelnen Freiheitsbeschränkung, die hindert, eigene Wege zu suchen und zu gehen, und gerade von dem Kräftigsten und Tätigsten wird solche Beschränkung am meisten als drückend empfunden.

Friedrich Paulsen (1846 - 1908), deutscher Pädagoge und Philosoph

Quelle: Paulsen, System der Ethik. Mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre, 2 Bde., 1889. IV. Buch. Die Formen des Gemeinschaftslebens. III. Die Gesellschaft. 2. Kapitel: Die Gesellschaftsordnung

Nach einem alten Juristenspruch hebt der Missbrauch den Gebrauch nicht auf.

Friedrich Paulsen (1846 - 1908), deutscher Pädagoge und Philosoph

Quelle: Paulsen, System der Ethik. Mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre, 2 Bde., 1889. III. Buch. Tugend- und Pflichtenlehre. 9. Kapitel: Die Gerechtigkeit

Große Gewandtheit in der Kunst verbindlicher Rede macht uns darum eine Person leicht etwas verdächtig; eine gewisse Befangenheit und Blödigkeit in der Handhabung der konventionellen Unwahrheit läßt uns eher Vertrauen fassen.

Friedrich Paulsen (1846 - 1908), deutscher Pädagoge und Philosoph

Quelle: Paulsen, System der Ethik. Mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre, 2 Bde., 1889. III. Buch. Tugend- und Pflichtenlehre. 10. Kapitel: Die Wahrhaftigkeit

Die innere Entwicklung der Zünfte kam den auflösenden Tendenzen von außen entgegen; sie entgingen nicht dem Schicksal aller menschlichen Einrichtungen, aus Organen, die der Wohlfahrt der Gesamtheit dienen, in Anstalten zum Schutz enger selbstsüchtiger Interessen umgebildet zu werden.

Friedrich Paulsen (1846 - 1908), deutscher Pädagoge und Philosoph

Quelle: Paulsen, System der Ethik. Mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre, 2 Bde., 1889. IV. Buch. Die Formen des Gemeinschaftslebens. III. Die Gesellschaft. 2. Kapitel: Die Gesellschaftsordnung

Dem Schlechten mag der Tag gehören, dem Guten und Wahren gehört die Ewigkeit.

Friedrich Paulsen (1846 - 1908), deutscher Pädagoge und Philosoph

Quelle: Paulsen, Einleitung in die Philosophie, 1892. Erstes Buch. Die Probleme der Metaphysik. Erstes Kapitel, Das ontologische Problem. 11. Das Verhältnis von Wissen und Glauben

Man kann einem Kind nicht zu früh die ersten Lektionen in der großen Lebenskunst geben: dem morgen das heute zu opfern.

Friedrich Paulsen (1846 - 1908), deutscher Pädagoge und Philosoph

Quelle: Paulsen, System der Ethik. Mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre, 2 Bde., 1889. III. Buch. Tugend- und Pflichtenlehre. 2. Kapitel: Die Bildung des Willens und die Disziplin der Affekte

Die Parteimoral ist immer und überall geneigt, den Vorteil der Partei der Wohlfahrt des Volkes oder der Menschheit gleichzusetzen; die Sache der Partei ist die gute Sache, ist die Sache der Menschheit; also ist gerechtfertigt, was immer den Sieg der Partei zu befördern geeignet scheint.

Friedrich Paulsen (1846 - 1908), deutscher Pädagoge und Philosoph

Quelle: Paulsen, System der Ethik. Mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre, 2 Bde., 1889. II. Buch. Grundbegriffe und Prinzipienfragen. 1. Kapitel: Die Begriffe gut und schlecht (böse)