198608 Zitate und Sprüche.

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Die Tugend [ist] weit mehr geschickt, sich selbst zu belohnen, als das glückliche Laster, sich zu bestrafen; eben deswegen wird der Rechtschaffene im Unglück weit eher der Tugend getreu bleiben, als der Lasterhafte im Glück zur Tugend umkehren.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Theoretische Schriften. Über den Grund des Vergnügens an tragischen Gegenständen, entst. 790/91, Erstdruck 1792

Das ist das erste Prinzip der Demokratie: dass das Wesentliche an den Menschen das ist, was sie verbindet, nicht das, was sie trennt.

Gilbert Keith Chesterton (1874 - 1936), englischer Kriminalautor, Erzähler und Essayist

Quelle: Chesterton, Orthodoxy, 1908. IV Die Ethik des Elfenlandes (The Ethics of Elfland). Übers. Aphorismen.de

Kleine Narren, große Worte.

Gerhart Hauptmann (1862 - 1946), deutscher Schriftsteller und Dramatiker, Nobelpreisträger für Literatur 1912

Quelle: Hauptmann, Das gesammelte Werk [Ausgabe letzter Hand zum 80. Geburtstag des Dichters, 15. November 1942], Suhrkamp, Berlin 1943. 17. Band. Einsichten und Ausblicke. Aphorismen

Wer zu viel in sich hineinfrisst, verliert mit der Zeit den Appetit aufs Leben.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Andenken, 2018

Eine Religion, die steinigt, sollte in die Wüste geschickt werden.

© Gregor Brand (*1957), deutscher Schriftsteller, Lyriker und Verleger

Quelle: Brand, Meschalim. Zweitausend Aphorismen, Gregor Brand Verlag 2007