200175 Zitate und Sprüche.

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In der Schule des Lebens lernen wir aus unseren Fehlern – oder bleiben auf ihnen sitzen.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Spruchlandungen. Frech gewagt und kurz gesagt, Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer, 2014. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags

Doch zu begreifen ist's bei bösen Wegen,
Daß sie am Ende nie gedeihn zum Segen.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, König Richard II. (The Tragedy of King Richard the Second), wahrsch. 1595, Erstdruck 1597, erste deutsche Übers. von Christoph Martin Wieland 1764. Hier übers. von August Wilhelm Schlegel, Johann Friedrich Unger, Berlin 1799. 2. Aufzug, 2. Szene, York

Im Namen der Menschheit umarme ich dich, Vernunft!

Romain Rolland (1866 - 1944), franz. Schriftsteller und Pazifist, Nobelpreis für Literatur 1915 (verliehen 1916)

Quelle: Rolland, Der Triumph der Vernunft (Le triomphe de la raison). Drama in drei Akten, uraufgeführt in Paris 1899. Übers. Aphorismen.de. 3. Akt, Poulet-Ruault

Mag auch Vieles lange gesät und bearbeitet werden, so ist dennoch dem Geist wie auch dem Acker das lieber, was von selbst entsteht.

Publius Cornelius Tacitus (um 55 - 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Quelle: Tacitus, Dialog über die Redner (Dialogus de oratoribus), um 102 n. Chr.. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Ingenio quoque, sicut in agro, quamquam alia diu serantur atque elaborentur, gratiora tamen quae sua sponte nascuntur

Lieder und Gedichte bringen weder ihrem Verfasser irgendein Ansehen noch vergrößern sie den Nutzen; es folgt ihnen aber kurzer Genuss und nichtiges und fruchtloses Lob.

Publius Cornelius Tacitus (um 55 - 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Quelle: Tacitus, Dialog über die Redner (Dialogus de oratoribus), um 102 n. Chr.. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Carmina et versus [...] neque dignitatem ullam auctoribus suis conciliant neque utilitates alunt; voluptatem autem brevem, laudem inanem et infructuosam consequuntur

Ich für meinen Teil halte die gesamte Beredsamkeit und einen jeden ihrer Teile für heilig und verehrungswürdig.

Publius Cornelius Tacitus (um 55 - 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Quelle: Tacitus, Dialog über die Redner (Dialogus de oratoribus), um 102 n. Chr.. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Ego vero omnem eloquentiam omnesque eius partes sacras et venerabilis puto

Besser als die Beredsamkeit schützt die Unbescholtenheit den Stand und die Sicherheit eines jeden.

Publius Cornelius Tacitus (um 55 - 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Quelle: Tacitus, Dialog über die Redner (Dialogus de oratoribus), um 102 n. Chr.. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Statum cuiusque ac securitatem melius innocentia tuetur quam eloquentia

Der Richter kommt in der heutigen Zeit dem Redner zuvor.

Publius Cornelius Tacitus (um 55 - 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Quelle: Tacitus, Dialog über die Redner (Dialogus de oratoribus), um 102 n. Chr.. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Praecurrit hoc tempore iudex dicentem

Wie auch der menschliche Körper ist erst jene Rede schön, in der die Adern nicht hervortreten und man die Knochen nicht zählen kann, sondern in der eine ausgeglichene und gesunde Kraft die einzelnen Glieder füllt, die Muskeln schwellen lässt, die Sehnen selbst eine Röte bedeckt und Anmut sie ansehnlich macht.

Publius Cornelius Tacitus (um 55 - 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Quelle: Tacitus, Dialog über die Redner (Dialogus de oratoribus), um 102 n. Chr.. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Oratio autem, sicut corpus hominis, ea demum pulchra est, in qua non eminent venae nec ossa numerantur, sed temperatus ac bonus sanguis implet membra et exsurgit toris ipsosque nervos rubor tegit et decor commendat