199729 Zitate und Sprüche.

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Revolutionen beginnen mit neuen Namen für das Malheur der Ratlosigkeit.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010

Das Leben ist ein Buch; –
Willst Du was wissen, so such'! –
Doch mit Vorsicht prüfe die Lettern,
Denn es läßt sich nicht rückwärts blättern.

Rudolf Bunge (1836 - 1907), Pseudonym Bruno Rudolph; war ein deutscher Dichter, Dramatiker und Librettist; verfasste das Libretto zum "Trompeter von Säckingen"

Quelle: Albumblatt, 1881

Sensibel zu sein ist keine Schwäche, sondern eine kostbare Stärke.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Denkworte, Books on Demand 2019

Philotas: Ich bin Sohn und Soldat, und habe weiter keine Einsicht, als die Einsicht meines Vaters und meines Feldherrn.
Aridäus: Es zeiget einen großen Verstand, seinen Verstand so zu verleugnen.

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, G. E., Philotas. Ein Trauerspiel, Erstdruck 1759 (anonym), uraufgeführt 1774. 7. Auftritt. Philotas und Aridäus

Was ist für einen Großen denn zu klein?

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, G. E., Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 3. Akt, 6. Auftritt, Nathan

Was mich Euch zum Christen macht, das macht Euch mir zum Juden!

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, G. E., Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 4. Akt, 7. Auftritt, Nathan zu einem Klosterbruder

Was hätt' ein Weiberkopf erdacht, das er nicht zu beschönigen wüßte!

Antonio Francesco Grazzini (1504 - 1584), genannt il Lasca, italienischer Dichter, Gründungsmitglied der Accademia della Crusca in Florenz

Quelle: Novellen des Anton Franz Grazzini, il Lasca genannt, [o.J.]; aus dem Italienischen umgearbeitet bei Carl Friederich Schneidern, Leipzig 1788. Titel der Ein und zwanzigsten Novelle. [Dieser Text wurde auch von Lessing verwendet in: Nathan der Weise, 3. Akt, 4. Auftritt, Saladin: "Was hätt' ein Weiberkopf erdacht, das er nicht zu beschönen wüßte!" Originaltext]