14417 Gedichte.

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Wie hoch die Welt sich bäumet,
wie laut auf breiter Spur
das Leben schäumet,
uns alle träumet
der Weltgeist nur.

Friedrich Theodor von Vischer (1807 - 1887), deutscher Philosoph, Lyriker, Erzähler und Ästhetiker

Quelle: Vischer, Auch Einer. Eine Reisebekanntschaft, 2 Bde., 1879

Gedichte sind
Gedanken
Wörter
Welten
Träumen
Wachen
Trauern
Lachen
Leben
Auf den Punkt gebracht.

© Nikola Hahn (*1963), Kriminalbeamtin und Schriftstellerin

Nikola Hahn, Singende Vögel weinen sehen. HandyPoesie

Hoffnung.
Im Dunkel
Die Sonne
Sehen

© Nikola Hahn (*1963), Kriminalbeamtin und Schriftstellerin

Quelle: Hahn, Singende Vögel weinen sehen, Thoni Verlag 2013

Ich liebte dich

Ich liebte dich, drum kaum beachtet
Verrann der Lenz. – Kühl ist die Welt.
Nun kommt der Herbst – mir scheint es nachtet
Auf jedem Weg – der Nebel fällt.

Ich liebte dich – drum hast du selber
Verdreifacht meines Herzens Not. –
Die Blätter werden immer gelber,
Nun kommt der Herbst – nun kommt der Tod.

Emil Claar (1842 - 1930), eigentlich Emil Rappaport, österr. Schauspieler, Schriftsteller und Theaterintendant

Quelle: Busse (Hg.), Neuere Deutsche Lyrik. Ausgewählt und herausgegeben von Carl Busse. Mit einer litterar-historischen Einleitung, Verlag von Otto Hendel, Halle a.d. Saale, 1895