27 Zitate und 2 Gedichte über Ähnlichkeit.

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Zwischen dem Ähnlichsten gerade lügt der Schein am schönsten;
denn die kleinste Kluft ist am schwersten zu überbrücken.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Der Genesende

Oft möchte man's sagen: »Nichts sieht einem
Gegenstande unähnlicher als seine Beschreibung.«

Otto Weiß (1849 - 1915), Wiener Musiker und Feuilletonist

Quelle: Weiß, O., So seid Ihr!, Erste Folge, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Leipzig, 1906

Kontraste sind inverse Ähnlichkeiten.

Novalis (1772 - 1801), eigentlich Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg, deutscher Lyriker

Quelle: Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Jess Verlag, Dresden 1929. Bruchstücke philosophischer Enzyklopädistik

Schade, dass wir den Menschen so ähnlich sehen! –
sagte der Affe, als er sich im Spiegel sah.

© Wolfgang Pfleiderer (1877 - 1971), dt. Philologe, Gymnasial- und Volkshochschullehrer in Stuttgart

Quelle: Pfleiderer, Bienen und Wespen. Aphorismen von Wolfgang Pfleiderer,
Verlag von Dr. Karl Höhn, Ulm 1913
Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis von Herrn Wolfgang Holger Pfleiderer

"Menschliche Bedürfnisse" sind solche, die wir mit den Tieren teilen.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Die Ähnlichkeit liegt öfters nur in einem einzigen Zuge; die übrigen alle haben unter sich nichts gleiches, als daß sie mit dem ähnlichen Zuge, in dem einen sowohl als in dem andern harmonieren.

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, G. E., Ästhetische Schriften. Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie. Mit beiläufigen Erläuterungen verschiedener Punkte der alten Kunstgeschichte, 1766. XXII

Was sich sinnvoll ergänzt, zieht sich an.

© Annette Andersen (*1953), deutsche Autorin, Lyrikerin, Verfasserin von Kinderliedern und -geschichten