46 Aphorismen über Überlegenheit.

Der Weg eines überlegenen Menschen ist ein dreifacher: tugendhaft, daher frei von Besorgnis; weise, daher frei von Verwirrung; mutig, daher frei von Furcht.

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph

Die Vertraulichkeit des Überlegenen erbittert, weil sie nicht zurückgegeben werden darf.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

Nichts verleiht mehr Überlegenheit, als ruhig und unbekümmert zu bleiben.

Thomas Jefferson (1743 - 1826), US-amerikanischer Jurist, Gutsbesitzer und 3. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, verfaßte die Unabhängigkeitserklärung

Zeichen der Überlegenheit ist die Entfernung von der Masse in allem Denken und Handeln.

Sakya Pandita (1180 - 1251), tibetischer Hierarch, der als erster Dalai Lama auch weltlich weite Teile Tibets beherrschte. Er leitete die Bekehrung der Mongolen zum Buddhismus ein

Quelle: Pandita, Kostbare Schatzkammern der Tugenden

Für überdurchschnittlich viele Leute
ist es ein Herzensanliegen,
sich anderen überlegen zu fühlen.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Lebensspuren, Geest-Verlag 2002