157 Zitate und 219 Gedichte über Abend, Nacht.

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O komm, Geliebte,
komm, es sinkt die Nacht,
verscheuche mir
durch deiner Schönheit Pracht
des Zweifels Dunkel!
Nimm den Krug und trink,
Eh man aus unsrem Staube Krüge macht.

Omar Chayyam (1048 - 1131), eig. Ghiyath al-Din Abu'l-Fath Umar ibn Ibrahim Al-Nisaburi al-Khayyam, persischer Mathematiker, Astronom, Astrologe, Philosoph und Dichter

In jüngeren Tagen war ich des Morgens froh, des Abends weinte ich; jetzt da ich älter bin, beginne ich zweifelnd meinen Tag, doch heilig und heiter ist mir sein Ende.

Friedrich Hölderlin (1770 - 1843), Johann Christian Friedrich Hölderlin, deutscher evangelischer Theologe, Dramatiker und Lyriker (begann ab 1841 seine Gedichte mit ›Scardanelli‹ zu unterzeichnen)

Doch wehe, wehe, wer verstohlen
Des Mordes schwere Tat vollbracht,
Wir heften uns an seine Sohlen,
Das furchtbare Geschlecht der Nacht!

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Kraniche des Ibykus, 1797