9 Zitate und 2 Gedichte über Ablehnung.

Es ist nichts bequemer, als unbedingt zu verwerfen, oder für unstatthaft zu erklären, was man nicht begreift. Trägheit ist die Dienerin der Eigenliebe, welche an ihrem Bette steht, um alles von ihr abzuwehren, was ihren eitlen Schlummer unterbrechen könnte.

Otto von Loeben (1786 - 1825), Otto Heinrich Graf von Loeben, auch Isidorus Orientalis oder Kuckuck Waldbruder, deutscher Dichter der romantischen Bewegung, Freund und Wegbereiter von Joseph von Eichendorff, gehörte später dem Dichterkreis um Ludwig Tieck an

Quelle: Loeben, Lotosblätter. Fragmente von Isidorus, 2 Bde., 1817

Ärgerlich! Manchmal möchte man gern ablehnen;
aber es wird einem nichts angeboten.

Otto Weiß (1849 - 1915), Wiener Musiker und Feuilletonist

Quelle: Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Gefrorene Gesichter
Kalte Gesichter, die dauerhaft ablehnen und abweisen,
bist du auch noch so freundlich zugewandt,
dahinter jammernd Seelenteile; Nestwärme kam abhand,
selbst auf die Dauer gar nicht einfach, diese zu enteisen.

© Michael Marie Jung (*1940), Professor, deutscher Hochschullehrer, Führungskräftetrainer, Coach und Wortspieler

Quelle: Jung, Gedichte und Aphorismen zur Kommunikationsfreude. Lyrik und Spruchweisheit zur Menschenführung und Persönlichkeitsentwicklung, Wissenschaft & Praxis Verlag 2003

Der Grund innerer Ablehnung ist am
geäußerten Widerstand selten erkennbar.

© Horst A. Bruder (*1949), Bankkaufmann

Quelle: Bruder, DruckStellen, Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags