92 Zitate und 20 Gedichte über Adel.

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Die späteren Historiker werden unsern Adel als naturhistorische Merkwürdigkeit aufführen.

Heinrich Laube (1806 - 1884), deutscher Journalist, Schriftsteller, Kritiker und Theaterleiter, zeitweilig Wortführer des Jungen Deutschland

Quelle: Laube, Das junge Europa, 1833. Hippolyt an Konstantin

Der Adel

Wer seinen Adel adelt, ist adelich geadelt;
Den nur sein Adel adelt, wird adelich getadelt.

Friedrich von Logau (1605 - 1655), Pseudonym: Salomon von Golaw, deutscher Dichter des Barocks aus schlesischem Adelsgeschlecht

Quelle: Logau, Salomons von Golaw Deutscher Sinn=Getichte Drey Tausend, 1654

Auf eine adlige Verbindung

Es freiten Stolz und Dummheit sich,
Von Adel Sie und Er,
Und, eh' ein volles Jahr verstrich,
Kam Junker Hans daher.

Johann Martin Miller (1750 - 1814), deutscher Erzähler und Lyriker, Mitbegründer des »Göttinger Hain«

Quelle: Miller, J. M., Gedichte. Erstdruck in Göttinger Musenalmanach, 1774

Die Edeln und der Adel stehen gewöhnlich im Gegensatz.

Johann Gottfried Seume (1763 - 1810), deutscher Schriftsteller, unternahm 1801/02 seine berühmte Fußreise nach Sizilien (»Spaziergang nach Syrakus«)

Quelle: Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Mancher Adel ist auf Erden,
Dessen Stammbaum man im Himmel
Gar nicht kennt und kennen will.

Heinrich Daniel Zschokke (1771 - 1848), Schweizer Erzähler und Herausgeber der Wochenschrift »Der Schweizerbote«

Quelle: Zschokke, Abellino. Schauspiel in fünf Aufzügen, 1794. Dritter Aufzug, fünfter Auftritt. Tolomeo

Nachdem der Adel begonnen hatte, servile Dinge zu schätzen, begann der Adel sich mit den Knechten herabzuwürdigen.

Carmina Burana lateinisch »Lieder aus Benediktbeuren«, Sammlung mittellateinischer und mittelhochdeutscher Vagantenlieder in einer Handschrift des 13. Jahrhunderts aus der Abtei Benediktbeuern

Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Postquam nobilitas servilia cepit amare, cepit nobilitas cum servis degenerare