42 Zitate und 5 Gedichte über Anarchie.

Geknechtet wird der Freigeborene, der Knecht geehrt, der Schmarotzer tönt, der Freche siegt, der Lebemann gebietet.

Carmina Burana lateinisch »Lieder aus Benediktbeuren«, Sammlung mittellateinischer und mittelhochdeutscher Vagantenlieder in einer Handschrift des 13. Jahrhunderts aus der Abtei Benediktbeuern

Originaltext: Ingenuus servus parasitus scurra protervus
Servit honoratur tonat imperitat domniatur

Meistens gelangen die Menschen nur durch die Folgen der Unordnung zur Einführung der Ordnung, und Gesetzlosigkeit führt gewöhnlich erst zu Gesetzen.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Theoretische Schriften. Etwas über die erste Menschengesellschaft nach dem Leitfaden der Mosaischen Urkunde, 1789

Alle Anarchie ist ihrer Natur nach nicht allein zerstörend, sondern selbstzerstörend.

Thomas Carlyle (1795 - 1881), schottischer Philosoph, Historiker, Essayist, Geschichtsschreiber und sozialpolitischer Schriftsteller

Quelle: Carlyle, Die französische Revolution (The French Revolution: A History), 1837, deutsch v. Dr. Franz Kwest 1898. Thermidor. Erstes Kapitel. Es dürsten die Götter

Anarchie, die:
Einzige Regierungsform, die durch ihre bloße Untätigkeit schon Schaden anrichtet.

© Karsten Mekelburg (*1962), deutscher Satiriker

Quelle: Mekelburg, Teufelsspitzen. Satirisches Wörterbuch (Manuskript), 2007