76 Zitate und 3 Gedichte über Anmut.

Anmut ohne Schönheit ist ein Magnet, der heimlich, aber fest zieht, ein Glanz, der nicht blendet, aber wohltut, ein Zauber, der nicht überrascht, aber beseligt.

Moritz Gottlieb Saphir (1795 - 1858), eigentlich Moses Saphir, österreichischer Satiriker, Journalist und Kritiker

Quelle: Saphir, Nachtschatten der Zeit und des Lebens, 1832

Der Gürtel der Grazien ist das siegreichste Wehrgehänge um die weiche, liebliche Bildung des Weibes.

Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau (1767 - 1849), Karl Christian Ernst Graf von Bentzel-Sternau, Pseudonym Horatio Cocles, deutscher Staatsmann, Herausgeber und Schriftsteller

Daß Weisheit nach der Anmut strebt,
Hat man auf Erden oft erlebt,
Doch daß die Anmut gern ihr Ohr
Der Weisheit leiht, kommt seltner vor.

Friedrich von Bodenstedt (1819 - 1892), Friedrich Martin von Bodenstedt, deutscher Philologe, Übersetzer und Intendant in Meiningen

Quelle: Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851. Vermischte Gedichte und Sprüche, 36.

Die Weisheit gibt der Anmut Stärke,
Die Anmut gibt der Weisheit Glanz.

Friedrich von Bodenstedt (1819 - 1892), Friedrich Martin von Bodenstedt, deutscher Philologe, Übersetzer und Intendant in Meiningen

Quelle: Bodenstedt, Aus dem Nachlasse Mirza-Schaffys, 1874. Drittes Buch: Buch der Sprüche

Kein Chirurg kann das wichtigste Merkmal der Schönheit implantieren: die Anmut.

© Ekkehart Mittelberg (*1938), Literaturwissenschaftler und Herausgeber der Reihe »Klassische Schullektüre« beim Cornelsen Verlag, Berlin