126 Aphorismen und 5 Gedichte über Anpassung.

An zwei Dinge muß man sich gewöhnen, um das Leben erträglich zu finden, an die Unbilden der Zeit und die Ungerechtigkeit der Menschen.

Nicolas Chamfort (1741 - 1794), eigentlich Sébastien Roch Nicolas de Chamfort, französischer Dramatiker, Mitglied der Académie Française

Quelle: Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und herausgegeben von Fritz Schalk, Dietrich'sche Verlagsbuchhandlung zu Leipzig, 1938

Wie einer sich gibt, mußt du ihn fassen,
mußt mit der Gesellschaft stimmen, oder sie verlassen.

Saadî (um 1210 - 1292), auch Sadi, Moscharref od-Din ibn oder Mosleh od-Din, persischer Dichter, wandte sich nach Studien in Bagdad der Mystik zu, verfasste zwei didaktisch-ethische Meisterwerke, die die sozialen Verhältnisse der Zeit vor dem Hintergrund der Vergangenheit behandeln; bedeutende Liebesdichtung

Jedermann hat sich zu bemühen, sich den Menschen anzupassen.

Thomas Hobbes (1588 - 1679), englischer Philosoph

Quelle: Hobbes, Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und staatlichen Gemeinwesens (Leviathan or the Matter, Forme and Power of a Commonwealth Ecclesiasticall and Civil), 1651