45 Aphorismen über Antipathie.

Lieber von einer Hand, die wir nicht drücken möchten, geschlagen, als von ihr gestreichelt zu werden.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Abneigung: das Gefühl, das man für einen Teller empfindet, nachdem man ihn geleert hat, Madame.

Ambrose Gwinnett Bierce (1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Quelle: Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Ich stehe nicht dafür ein, eine bestimmte Neigung zu haben, aber ich habe sehr sichere Abneigungen.

Jules Renard (1864 - 1910), französischer Roman- und Tagebuchautor

Quelle: Renard, Ideen, in Tinte getaucht (aus den Tagebüchern 1887-1910), 1925

Oft hat man eine Antipathie gegen jemand, lediglich, weil man ihm selbst nicht sympathisch ist.

Unbekannt

Quelle: Aus den Fliegenden Blättern, ersch. 1845-1928 bei Braun & Schneider, München. Originaltext