699 Zitate und 30 Gedichte über Armut.
Wir wollen nur das Gute! Damit auch für die Armen was bleibt.
© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker
Quelle: Richter, Wortschatz, Mitteldeutscher Verlag 2007
Armut bringt in der Regel Abhängigkeit hervor.
Oliver Goldsmith (1728 - 1774), anglo-irischer Erzähler und Lustspielautor
Armut braucht man nicht wie Reichtum zu vermehren. Sie vermehrt sich von allein.
© Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler
Wer aus finanziellen Gründen kurz treten muß, sollte nicht mit dem Establishment Schritt halten wollen.
© Willy Meurer (1934 - 2018), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, M.H.R. (Member of the Human Race), Toronto
Armut in Geld umrechnen: das gelingt nur Politikern.
© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker
Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010
Bei Armen muß der Hunger den Koch,
bei Reichen der Koch den Hunger ersetzen.
Quelle: Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944
Der Bettler dort bin ich
Ein Bettlet steht
vor meinem Haus.
Die Krücken schreien
Not und Weh.
Sein Blickt hängt
an meinem Fenster,
wo ich hinter
einem Vorhang steh'.
Ich kann es
nicht vermeiden;
Uns're Blicke
treffen sich.
Und ich begreif'
die Botschaft:
Der Bettler dort,
bin ich!
© Manfred Schröder (*1938), deutsch-finnischer Dichter, Aphoristiker und Satiriker
Inzwischen wimmelt das in den Slums aller Länder, die Knie der glücklichen Mütter werden von Geschöpfen umspielt, die später in den Kohlenbergwerken oder in den Ackergräben für den Profit der andern verrecken dürfen … aber: es ist nicht abgetrieben worden. Der Kranz, der Kranz ist gerettet.
Kurt Tucholsky (1890 - 1935 (Freitod)), Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel; dt. Schriftsteller, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift "Die Schaubühne" (später umbenannt in "Die Weltbühne"), zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik
Quelle: Tucholsky, Werke 1907-1935. Von den Kränzen, der Abtreibung und dem Sakrament der Ehe, in: Die Weltbühne, 17.02.1931, Nr. 7 (Ignaz Wrobel), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928