69 Zitate und 2 Gedichte über Aufklärung.

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Die Aufklärung hat es heute schwer, da sie einer
bewaffneten Unvernunft gegenübersteht.

© Ernst Reinhardt (*1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker

Quelle: Reinhardt, E., Neue Gedankensprünge, Friedrich Reinhardt Verlag, Basel 2010

Jedes Jahrhundert sollte seinen Rousseau haben.

Jakob Bosshart (1862 - 1924), Schweizer Schriftsteller und Philologe

Quelle: Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit. Zus.gestellt und hg. v. Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Denn der Mensch hat ein unwiderstehliches Bedürfnis, sich aufzuklären. Ohne Aufklärung ist er nicht viel mehr als ein Tier.

Heinrich von Kleist (1777 - 1811), Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, deutscher Dramatiker, Novellist, Bühnenschriftsteller und Erzähler

Quelle: Kleist, H. v., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, 15. August 1801

Nicht Unglaube – Gebrauch des Glaubens, nicht was aus der Fremde neu kommt, sondern was den Menschen lehrt sein was er soll, – aus neuen Beweggründen fester als zuvor: das ist Aufklärung.

Johannes von Müller (1752 - 1809), Schweizer Historiker, preußischer Historiograph, als Anhänger Napoleons I. Generaldirektor des Unterrichtswesens im Königreich Westfalen

Quelle: Veith (Hg.), Johannes Müllers Räthe an die Eidsgenossenschaft, 1814

Ich bin skeptisch gegen jede Aufklärung, die den Interessen der Aufklärer dient.

© Werner Hadulla (*1926), Journalist, Radio- und Fernsehautor.

Quelle: Hadulla, Aphorismen, ja es gibt gute Menschen ..., Verlag edition viva, 2013

Längst nicht alle Abklärungen führen zur Klarheit.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor,
Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner