144 Zitate und 22 Gedichte über Augen.

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Das Auge hält sich nämlich überall für den Mittelpunkt der Sphäre alles ringsum Sichtbaren.

Nikolaus Kopernikus (1473 - 1543), eigentlich Nikolaus Koppernigk, polnischer (westpreußischer) Astronom, Mediziner, Sprachwissenschaftler und Domherr zu Frauenburg. Seine bahnbrechende Veröffentlichung »Über den Umschwung der Himmelskreise« erschien 1543 und wurde von der katholischen Kirche auf den Index verbotener Schriften gesetzt und erst 1835 wieder daraus entfernt

Quelle: Kopernikus, Über die Umschwünge der himmlischen Kreise (De revolutionibus orbium coelestium), 1543. Hier in der Übersetzung von Dr. C. L. Menzzer, 1879

Das innere Auge zeigt uns oft mehr,
als dass das sehende je im Stande ist.

© Stefan Wittlin (*1961), Schweizer "Medicus-Canis", Kynologe-Hundetherapeut, Tierpsychologe, Buchautor und Kolumnist

Wimpern – Kelchblätter. In ihnen ruht als Blüte die Welt.

© Arthur Feldmann (1926 - 2012), österreichisch-jüdischer Schriftsteller, 1939 Emigration nach Israel als Aharon Shadmoni, 1956 als André Chademony in Frankreich eingebürgert

Quelle: Feldmann, Kurznachrichten aus der Mördergrube oder Die große Modeschau der nackten Könige, 1993

... deine Augen sind wie ein Wort ...

Heinrich Lautensack (1881 - 1919), deutscher Schriftsteller, Mitglied der Schwabinger Bohème und des Kabaretts der "Elf Scharfrichter"

Quelle: Lautensack, Medusa, 1904

Das geistige Auge steht dem leiblichen bei.

Henry David Thoreau (1817 - 1862), US-amer. Philosoph, Naturalist, Schriftsteller und Mystiker

Quelle: Thoreau, Herbst. Aus dem Tagebuch von Henry David Thoreau, hg. von H. G. O. Blake. Aus dem Englischen von Bertha Engler, Büchergilde Gutenberg, Zürich o.J. [1945]. 13. Dezember 1840