81 Aphorismen und 50 Gedichte über Baum, Wald.

In einer Gegend, in der Waldfrevel nicht vorkommt,
hat der Wald keinen Wert.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Gesammelte Schriften, erster Band: Aphorismen, Parabeln, Märchen und Gedichte, Verlag von Gebrüder Paetel, Berlin 1893

Betrachte jeden Baum und merke,
auf jedem Baum ist jedes Blatt
ein Blatt von einem Buch,
darin der Herr der Stärke
die Schöpfung aufgezeichnet hat.

Saadî (zwischen 1209 und 1213 - 1292), auch (Sadi), auch Moscharref od-Din ibn oder Mosleh od-Din, persischer Dichter, wandte sich nach Studien in Bagdad der Mystik zu, verfaßte zwei didaktisch-ethische Meisterwerke, die die sozialen Verhältnisse der Zeit vor dem Hintergrund der Vergangenheit behandeln; bedeutende Liebesdichtung

Im Baum der Wald, in jedem Baum steht der Wald anders.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Die vielen Bäume und die wenigen Menschen – die machen den Wald so schön.

Otto Weiss (auch: Weiß) (1849 - 1915), Wiener Musiker und Feuilletonist

Quelle: Weiß, O., So seid Ihr!, Erste Folge, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Leipzig, 1906

Wie kommen Zweige an den Baum? Weil tief in der Erde, still und verborgen große und viele kleine Wurzeln Nahrung suchen. Durch sie kann der Baum wachsen und groß werden.

Phil Bosmans (1922 - 2012), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller (›der moderne Franziskus‹).
Die Texte von Phil Bosmans liegen in deutscher Sprache im Verlag Herder vor, (c) Verlag Herder GmbH, Freiburg.
Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlags